Sao Lorenco

Sao Lorenco

Am zweiten Tag unternahmen wir bei Bombenwetter eine Wanderung über die vulkanische Halbinsel Sao Lorenco. Ich war noch nie in einer vulkanischen Landschaft unterwegs und fand es faszinieren zu sehen, wo die Lava überall entlang geflossen ist. Eigentlich ist ja ganz Madeira vulkanisch, aber nirgendwo sieht man es sehr wie in diesem kargen Landstrich!

Die Strecke über die Halbinsel zieht sich ziemlich, gerade wenn es sehr heiß ist. Lasst euch gewarnt sein, ich habe nur 2! schattige Stellen auf der ganzen Wanderung gefunden. Eine kleine Höhle, in der wir von kleinen gefräßigen Eidechsen angebettelt wurden und das Haus, das spektakulär auf der Landzunge ziemlich am Ende der Halbinsel liegt. Hinter dem Haus geht es noch weiter, aber das haben wir uns bei dem Wetter geschenkt. Zudem solltet ihr absolut schwindelfrei sein. Wie eigentlich überall auf Madeira. Ich glaube für Leute mit Höhenangst ist die Insel ein einziger Alptraum…. Man kann auch direkt hinter dem Häuschen noch einen Aussichtsberg besteigen, wir haben aber nach ein paar Metern abgebrochen. So fit waren wir dann doch nicht und das Wasser sollte ja schon noch bis zum Ende reichen. Nicht dass wir wieder fast verdursten wie auf der Wanderung zu den Teufelsstränden auf Samos Smiley!

Ansonsten ist es landschaftlich atemberaubend!! Die riese Steilküste, das tosende Meer, der blaue Himmel! Ich würde mal behaupten Cap Formentor x 10!

Und nun lasst euch entführen. Und stellt euch bitte 30 Grad Sonne vor. Also gefühlte 50!

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Auf den Straßen Madeiras

On the road

Ich weiß, ich weiß! Tote Hose hier im Blog…… Ich bin noch nicht wieder so richtig im Tritt. Ich habe bisher absolut nicht die Muße gehabt, Bilder zu bearbeiten. Dazu liegt mir der Herr Zitronenkojote wieder mit dem Fotobuch von Kanada in den Ohren. Jaaahaa, das ist auch noch nicht fertig. Noch nicht mal angefangen, um genau zu sein..

Jetzt bekommt ihr aber erst einmal wieder Futter für die Augen!

Ich habe ein paar Bilder von “aufe Straße” rausgesucht. Auf Madeira Straßen kann einem nämlich so gut wie alles passieren: Kühe, Felsbrocken, Laster, Menschen, Tiere, andere Touristen, Flughafenlandebahnen, Busse, gesperrte Straßen, Tunnel, Wasserfälle, dichtester Nebel.. Um mal einen kleinen Auszug zu präsentieren.

Wie oft da einfach ein riesen Felsbrocken mitten auf einer Bergstraße lag. Eine Straße war sogar bis zur Hälfte der Fahrbahn auf einer Länge von bestimmt 10 Metern einfach weggebrochen. Da fährt man nichtsahnend um eine Kurve und an einer rechts abbiegenden Straße sieht man Absperrband. Wenn auf Madeira was abgesperrt, also richtig gesperrt ist, dann soll das schon was heißen! Normalerweise stellen die da zwei Pümpel hin und man muss drum rumfahren. Oder man muss das tiefe Schlagloch selber erkenn und umfahren. In diesem Fall hat man dann eben im Vorbeifahren nur noch die halbe Straße gesehen. Und fragte sich im nächsten Moment, ob man das wirklich gesehen hat. O.o

Und dann fährt man auf der einen Inselseite im schönsten Sonnenschein los, fährt über die Berge und befindet sich auf einmal im Nebel des Grauens. Ich habe noch nie so einen Nebel gesehen! Kaum 5 Meter Sicht. Und das auf engen Straßen, mit Serpentinen, rechts neben der Fahrbahn tiefe Abgründe, teilweise keinerlei Fahrbahnbegrenzung und in aufkommender Dunkelheit. Das Bild hier spiegelt die Lage noch nicht mal annähernd dar.. Ich hab es auch an einem anderen Tag geschossen. Aber egal. Vielleicht könnt ihr es euch ja dann besser vorstellen.

Nebel des Grauens

Ich habe noch nie in meinem Leben Todesangst gehabt. DA HATTE ICH ES! Die riesen Felsbrocken und Erdrutsche, die wir die anderen Tage gesehen habe, kommen ja nicht von ungefähr. Es ist jetzt feucht, es regnet vielleicht sogar (man sieht ja nix!) und wir fahren im Nebel eine Passstraße runter. Da könnte ja mal ohne Probleme so ein klitzekleiner Felsbrocken genau dort auf die Straße fallen, wo wir gerade langschleichen. Das kann ja mal passieren! Oder?

So oder so ähnlich habe ich dann die 3/4 Stunde verbracht, die wir zurück ins Tal gebraucht haben. Erst ganz unten an der Küste war wieder klare Sicht. Von dem Abend habe ich keine Bilder. Ich war leider mit Angst haben beschäftigt. Herr Zitronenkojote meinte zwar, ich solle filmen, aber man hätte ja eh nicht viel erkannt. Und ihn hätte es nur abgelenkt. Der sollte uns heil runterbringen!!!

Wie ist es, habt ihr im Urlaub mal richtig Angst bekommen? Also so richtig? Er zählt doch mal!

On the roadAuf den Straßen MadeirasAuf den Straßen MadeirasOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the roadOn the road

Levada Nova im Tal der Ribeira da Ponta do Sol und eine Begründung, warum hier nix los war….

 

Levada Nova

Soooo lange habt ihr nichts von mir gehört! Asche über mein Haupt! Allerdings hatte ich echt Null Zeit für den Blog. Wir sind nach der Hochzeitsreise in ein neues Haus gezogen, das vorher noch etwas renoviert werden musste. Seit Samstag sind wir nun endlich eingezogen und es ist Luxus pur! Fußbodenheizung, Badewanne, Kamin, eine groooße Küche, ein kleiner Garten und endlich Platz für einen TROCKNER!! Das ist doch kein Luxus, meint ihr? Für uns schon! Wir hatten eine zwar recht große, aber unisolierte Wohnung, keinen Platz um überhaupt irgendwas zu stellen, unheimlich laute Mieter über uns, die wohl von Elefanten abstammen mussten u.u.u. Es ging uns nur noch auf den Keks!

Jetzt fühlen wir uns schon heimisch, der Kamin war schon mal an und Mr. Swiffer findet die 3 Etagen einfach wundervoll! Und wir auch!

Und da jetzt langsam wieder etwas Ruhe und auch Freizeit in unseren Alltag einkehrt, bekommt ihr endlich neue Madeira-Bilder zu sehen! Auf gehts! Und danke fürs Treu bleiben! Auch wenn ich euch gerne schon mal hängen lasse! Ihr seid toll!

Unsere erste Wanderung war gleich die Steilste, die wir den ganzen Urlaub gemacht haben. Nix für Angsthasen! Auf der Levada Nova in Praceres geht man teilweise auf 50cm breiten Betonmauern direkt an der Levada. Auf der anderen Seite geht es meist ungesichert bergab O.O. Am Anfang war ich ganz schön schissig. Besonders, wenn man noch durch kleine Wasserfälle springen muss. Aber nach einigen Kilometern ging es und ich habe nicht mehr so viel darüber nachgedacht, dass man jaaaa keinen falschen Schritt machen darf, da man sonst auf Nimmerwiedersehen in der grünen Dschungelbotanik 50 Meter weiter unten landet und einen kein einziger Bergretter dort mehr rausholen kann. Irgendwie habe ich auch nichts davon gelesen, dass ich auf Madeira jedes Jahr zig Touristen in den Tod stürzen. Oder ich wollte es nicht wahrhaben. Naja, egal. Jedenfalls ist nicht passiert.

Naja, fasst nichts. Der Herr Zitronenkojote hat sich auf dem Rückweg durch den niedrigen Tunnel volle Ölle die Birne angeschlagen. Aber sowas von! KURZ VOR ENDE DES TUNNELS! Ich hatte echt Angst, dass er eine Gehirnerschütterung hat. Zum Glück keine Platzwunde, sondern nur eine Schürfwunde. Aber wir hatten noch einige Kilometer weg auf ungesicherten Todesbetonmauern vor uns und ich habe Herrn Zitronenkojote schon schwindelig taumelnd im Abgrund verschwinden sehen O.O.

Aber: nix passiert! Dicke Beule und das war’s. PUH!

Levada NovaLevada NovaLevada NovaLevada NovaLevada NovaLevada NovaLevada NovaLevada Nova

Levada NovaLevada NovaLevada Nova