Wenn man für Fish and Chips 60 km gerade aus fährt…

 

Herbert Fisheries

…. landet man in der Herbert Fisheries im winzigen Kaff Killarney. Gaaaanz am Ende der Killarney Halbinsel, auf der sich auch der berühmte Killarney Provincial Park befindet. Dieser war, zumindest für uns, das Ziel für 2 Nächte.

Auf Manitoulin Island erzählte uns ein Canadier, dass wir uuunbedingt zur Herbert Fisheries fahren müssen, wenn wir im Killarney sind. Die Imbissbude wäre nicht zu übersehen. Die wäre in einem alten Bus.

O.o

IN EINEM BUS?

Jaja, nicht zu übersehen, einfach dorthin gehen, wo die meisten Menschen sind. Ganz einfach! Und wir MÜSSTEN dort hin, diese Fish’n Chips-Bude wäre weltberühmt!

Nun gut, im weit entfernten Deutschland haben wir noch nicht davon gehört. Aber angeblich wäre mal ein reicher Geschäftsmann extra mit dem Heli von New York nach Ontario geflogen, nur weil er Hunger auf Fish and Chips hatte. Ok. Das ist ziemlich bescheuert. Aber irgendwie machte es uns auch neugierig. Da wir sowieso in den kleinen Ort wollten, können wir da ja auch einfach mal vorbei gehen.

Gesagt getan. Nachdem wir dachten, wir kommen NIE im Killarney Provincial Park an. Bzw. wir dachten, wir hätten auf der 60 km langen Straße die Abfahrt verpasst (es gibt dort keine Abfahrten, aber egal). Letztendlich fanden wir dann doch irgendwann das Schild zum Park. Also kurz den Platz reserviert und mit dem Wohnmobil weiter noch einmal 15 km nach Killarney. Dem einzigen Ort auf der ganzen Halbinsel.

Ok, der Ort ist winzig. Und putzig. Und alle Menschen waren ausnahmslos direkt an der Imbissbude! Die sich IN einem Bus befand! Unser Informant war also zuverlässig.

Das Dorf war komplett ausgestorben und viele Sommerhäuser schon verrammelt. Also muss ja wohl irgendwas dran sein, wenn die alle so bescheuert sind und so weit für ein paar Pommes fahren. Ich möchte nicht wissen, was dort in der Hochsaison los ist. Da würde man ewig anstehen, um seine Portion zu bekommen. Wahrscheinlich isst dann ganz Ontario an der einen Bude. So hat uns zumindest unser Informant gesagt. Wir hatten aber nach der Bestellung, bei der man seinen Vornamen (?) nennen musste, innerhalb von 5 Minuten unsere Fish and Chip Box. Salz, Essig, Ketschup und Mayo gab es drei Meter weiter zur Selbstbedienung. Also ordentlich Essig geholt, alles darin ertränkt und gut gewürzt. Es schmeckte gut, aber warum man mit dem Heli anreist bleibt mir ein Rätsel. Da habe ich in Brighton und London mindestens genauso gute Fish’n Chips bekommen.

Warum die meinen Vornamen wissen wollten war mir dann aber klar.

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5 Gedanken zu “Wenn man für Fish and Chips 60 km gerade aus fährt…

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