Samos, 3. Tag: Potami-Wasserfälle!

Nabend zusammen!

Naa, friert ihr auch so? Mir wird es langsam zu kalt…

Von daher muss ich mir wieder warme Gedanken machen! Und euch auch! Obwohl, an dem Tag auf Samos war es relativ kühl und es hat sogar geregnet!

Wir sind Morgens direkt zu den Potami-Wasserfällen hinter Karlovassi gefahren. Ich war dort schon vor vier Jahren mit meiner Mutter. Ein wunderschönes, verwunschenes, grünes Tal mit einem kleinen Bachlauf darin, der sogar im Sommer noch eine Menge Wasser führt! Im Juni flogen dort hunderte von schillernden blauen Libellen umher. Im September waren die kleinen Diamanten leider nicht mehr anzutreffen. Dafür für samoitische Verhältnisse relativ viele Touristen. Am Ende des Tales befinden sich mehrere kleine Wasserfalle, die man – wenn man Badezeug mitnimmt- erklettern kann.

Auf der Hälfte des kurzen Weges bis zum 1. Wasserfall erklang schon laute griechische Musik über unseren Köpfen. Ich hatte keine Ahnung, wo die herkam! Am Ende des Tales war es dann klar: über den Wasserfällen führt eine alptraumhafte, wackelige, nicht TÜV-abgenommene, lebensgefährliche, aus Stöckchen und Brettern zusammen genagelte Treppe steil zu einem Restaurant hoch. Die Treppe kannte ich bereits, bin aber beim ersten Mal nach ein paar Metern mit zitternden Beinen abgebrochen. Zumal es meine Mutter dort NIEMALS hochgeschafft hätte.

Jetzt war ich natürlich mutiger! Da oben waren Menschen! Die müssen da doch irgendwie hingekommen sein, ohne in den Tod zu stürzen! Also in die Hände gespuckt und hoch da! Nun ja, große Klappe habe ich ja.. Ich habe es überlebt, ich habe es geschafft. Ohne mir die Hände aufzureißen, auszurutschen oder sonst irgendwie zu Tode zu kommen. Aber das war echt eins der größten Abenteuer bisher! PUH!

Oben angekommen hat sich die Plackerei aber gelohnt! Eine wirklich verwunschene Taverne im Baumhaus-Stil! Passenderweise fing es gerade an zu regnen und so haben wir uns erstmal niedergelassen um die zitternden Extremitäten zu beruhigen. Na gut. Und um Tsatziki zu essen. Wir bestellen Cola. Frappe und Brot mit Tzaziki. Und wir bekamen: Cola (2x), Frappe (2x), Glas Wasser (2x), kleines Gläschen Wein (2x) – welchen ich dann trinken musste. UND die Treppe wieder runter musste!! – Brot und Tzatziki (1x), Wassermelone zum Nachtisch (1x). Ihr seht, wir haben fürstlich gespeist und getrunken! Währenddessen kam um uns herum ein wahrer Wolkenbruch runter! Das Dach war undicht und wir mussten uns ständig neu positionieren, um nicht vollgetropft zu werden. Oder der Wein, oder die Cola.. :) Irgendwie haben wir uns da oben gefühlt wie Tarzan und Jane!

Also, wenn ihr einmal vor dieser Treppe steht: GEHT HOCH! Vergesst den Tüv, vergesst gerichtliche Klagen, wenn ihr euch verletzt, klettert einfach hoch. Natürlich nur, wenn ihr keine panische Höhenangst habt. Oder schwache Beine und Arme…. Soll ja keiner behaupten, dass ich euch da hochgejagt habe ;).

Nach dem Besuch im Potami-Tal haben wir dann noch einen Zwischenstopp im Hafen von Karlovassi gemacht und sind anschließend über eine abenteuerlich steile Serpentinenstraße in zwei Dörfer gefahren, in denen absolut nix los war. Der Weg hoch war aber einmalig schön! Tolle Aussichten, verwunschene Olivenhaine und zwei ursprüngliche Dörfchen!

Was prasselt denn da?Baumhaus-Taverne!

So, und da müssen wir jetzt wieder runter…. Ich habe den Weg nach unten mit der GoPro HD aufgenommen. Alle 2 Sekunden ein Bild…

Kein TüV...Halsbrecherisch...Da gings hoch...

kleine AufpasserBalkon des Himmels!

Hier gehts weiter zu den nächsten Tagen:

Tag 1

Tag 2

Tag 4

Tag 5

Tag 6

Tag 7

Samos Street

Samos Video 

Urlaubsmitbringsel

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17 Gedanken zu “Samos, 3. Tag: Potami-Wasserfälle!

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  4. Pingback: Samos, 2. Tag | Zitronenkojotin

  5. Pingback: Kokkari, 1. Tag! | Zitronenkojotin

  6. Pingback: Samos 2011 – Die Potami-Wasserfälle | Guido´s Zweitwohnsitz

  7. Du hast vollkommen recht,….ein wunderschönes Tal mit immer neuen Aus- und Einblicken!!!! Auf alle Fälle besuchen, auch und gerade deshalb die Taverne und die treppe nicht vergessen!
    Wir waren dieses Jahr im September da, das 1.Mal SAMOS…. aber bestimmt nicht zum letzten Mal

  8. Fein geschrieben, ich habe ein paarmal breit gegrinst. Mit der Treppe habe ich in meinem allersersten Samosurlaub Bekanntschaft gemacht. Wir haben sie ebenfalls todesmutig bewältigt ;-), weil wir neugierig waren, aber 2004 war da oben leider noch keine Taverne für durstige Treppensteiger. :-)

  9. Wirklich wunderschöne Fotos. Das Licht und Farbenspiel lässt mich wieder eintauchen mit allen Sinnen. Sogar die vielen Düfte dieser Insel begleiten mich beim betrachten der Bilder.

    Du hast die Szenen sehr gekonnt und lebendig eingefangen. Bezaubernde Kunstwerke.

    Danke für den Genuss

  10. Die Treppe sieht wirklich abenteuerlich aus, aber es hat sich gelohnt, dass du da hochgekraxelt bist. Die Fotos sind einfach toll! Da erlebe ich wieder so „will-auch-Momente“.

  11. Übrigens, diese Taverne „ARCHONTISSA“ kann man auch sehr bequem zu Fuß oder mit einem Auto über einen – allerdings etwas längeren – Feldweg von oben her erreichen, man muß garnicht durch das Potami Tal!
    Im Jahr 2004 gab es die Taverne auf dem Felsplateau noch nicht, ebenso einige der Holztreppen.
    Wen es interessiert, hier ist mein Bericht von damals zu finden:
    http://www.samoshilfe.net/individuell/potami.htm

    • Tja, also Körpergefühl brauch man auf der Treppe jedenfalls mehr als genug… Da ich heile wieder unten angekommen bin, gehe ich mal davon aus, dass ich noch genug davon habe.

      Sobald aber eine gewisse Höhenangst mit dazu kommt, kann das ganze auch mit etwas Körpergefühl kniffelig werden.

      Und Griffe sind wirklich überall. Aber wenn man nicht aufpasst oder abrutscht, hat man halt schnell einen Nagel oder einen Zweigrest in der Hand.

      Ich denke, Leute, die das nicht hinkriegen, brechen eh nach ein paar Metern ab oder gehen gar nicht erst hoch.

      Also alles gut Peter! Ich fand es halt nur ein Abenteuer! Und eigentlich war es das Highligt des Urlaubs ;-)

  12. WOW! So viele Fotos! Und Du hast erreicht, was Du am Anfang des Post gesagt hast: Mir ist es Warm ums Herz geworden. (Und heiß und kalt gleichzeitig bei der Schilderung der Treppe und dann noch mal bei den Treppen-Fotos selbst) ;-)

    Ich das erste Bild, das ist so schön herbstlich, und das mit dem Schmetterling und das mit der Bank.

    Liebe Grüße
    Schlörte

    • Also ich hätte ja nicht gedacht, dass ich im Endeffekt dann doch so einen Schiss auf der Treppe habe. Aber das war echt nicht von schlechten Eltern. Ein Schritt, einmal falsch gegriffen und man wäre sehr schnell tot oder zumindest schwer verletzt gewesen.

      In Deutschland wäre so ein „Bauwerk“ undenkbar *lächel*. Da würde sofort irgend ein Klugscheisser kommen und den Erbauer verklagen.

      In Griechenland ist man einfach selber schuld, wenn man zu dusselig ist..

      • Leute, jetzt kriegt euch mal wieder ein!
        Kein Grieche geht da bei Regen rauf und runter. Und schon garnicht mit ungeeignetem Schuhwerk!
        Nur die Touris eben! Dazu meist noch verwöhnte Stadtmenschen, die vom vielen Sitzen am Bildschirm oder vor dem Fernseher kaum noch Körpergefühl haben!

        Diese Treppe bin ich schon mehrere Male rauf und runter. Steil ist es, ja! Ansonsten unspektakulär! Sind ja überall Griffe zum Halten da.

  13. Wenn ich mir die „Treppe“ so anschaue… Im Leben hätten mich da keine zehn Pferde hoch/runter bekommen. Auch nicht für Geld. Dafür sind mir meine Gräten zu kostbar…
    Umso besser, dass es (verrückte) mutige Leute wie dich gibt, die von dort so schöne Fotos mitbringen :-)
    Sieht wirklich toll aus und lässt mich für eine Sekunde vergessen, dass ich gleich meine Winterjacke anziehen muss um raus zu gehen…

Kommentare? Aber immer gerne doch :)

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