Schottland Tag 2: Stonehaven und Donnottar Castle

ruins

Soooo, hier endlich ein paar weitere Bilder von meiner Schottlandreise! Wenn ihr auf die Bilder klickt, gelangt ihr nach Flickr und könnt sie eucht dort in größer anschauen (einfach „L“ drücken).

Am zweiten Tag ging es mit dem Mietwägelchen Richtung Stonehaven. Das erste Mal richtiger Linksverkehr! UFF! Den Abend zuvor sind wir ja nur eben schnell zu meiner Freundin gefahren und abends nochmal kurz zum Lidl einkaufen. Also musste sich mein Freund am nächsten Tag der Herausforderung stellen *hehe*.

Klappte aber alles gut. Sogar so gut, dass meine Freundin auf der Rückbank eingepennt und erst in Stonehaven durch ziemlich rüdes Ruckeln von mir wieder wach geworden ist *lol*. Sie hat sogar eine kleine Kollision mit einem Bordstein verschlafen *gggg*.

Stonehaven ist ein putziges kleines Fischerörtchen etwa 20km südlich von Aberdeen. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle! Das Städchen ist auch gut mit dem Bus aus Aberdeen erreichbar. Wir haben in der Nähe des Hafens geparkt und sind dann über den Küstenweg Richtung der Ruine von Dunnottar Castle spaziert. Die Strecke war nicht wirklich weit, aber durch etliche Fotostopps hat sich das Ganze dann doch ziemlich hingezogen ;-). Eine einmalige Küstenlandschaft! Durch die Lauferei wurde mir sogar so warm, dass ich meine Jacke ausgezogen habe und im Pulli über den ziemlich steilen Küstenweg (natürlich ohne Absperrungen) geklettert bin. Es war bewölkt und um die 10 Grad. Da es aber absolut windstill war, kam es einem etwas wärmer vor. Höhenangst sollte man auf dem Weg jedoch nicht haben. Tina hat aber Höhenangst… Hat sich aber auch wacker geschlagen! Der Weg ist zwar breit genug, dass man alleine darauf gehen kann, jedoch sollte man schon die Augen offenhalten!

Coastway

Als ersten Stopp kommt man am Aussichtspunkt „Black Hill“ vorbei. Im Sommer ist dort sicherlich die Hölle los! Man findet Picknicktische, ein Kriegerdenkmal und die Reste eines Streichelzoos, der jetzt im März natürlich verweist war. Lediglich einen anderen Besucher haben wir getroffen. Der ganze Hügel war voll mit Krokussen. Leider waren sie noch nicht aufgeblüht…Wahrscheinlich wären wir den Tag dann gar nicht mehr bis zur Ruine gekommen, weil ich mit meinem 50mm über den Boden gekrochen wäre…

Black Hill

time to think over

Weiter ging es auf dem Küstenweg, die gigantische Ruine immer im Blick!

Wenn man dann vor der Ruine steht, klappt einem erstmal die Kinnlade runter! Ein Kiesstrand tief unter den Füßen links und rechts der Burg und ein sich schlängelnder steiler Treppenpfad erst runter zum Strand und dann wieder hoch zur Burg! Diese trohnt majestätisch auf einer Landzunge umgeben von zerklüfteter Küstenlandschaft! (Ich schreibe wie ein Reiseführer O_o).

Sowas hab ich noch nie gesehen! Ich wartete nur noch darauf, das Mel Gibson, Liam Neeson und Christopher Lambert aus einer Senke vor mir auftauchten *lol*! Was natürlich leider nicht passiert ist. Statt Mel Gibson kam gleichzeitig mit uns kam eine Gruppe Inder an. Nun ja. Kein Vergleich.

ruins

Black Hill

Dunnottar Castle

In einer anderen Zeit

Wenn man sich die Treppen runter, wieder hoch und an den Indern vorbei gekämpft hat, steht man völlig aus der Puste vor dem Eingang. Total verwinkelt, leicht rutschig und dann folgt ein kleines Wärterhäuschen mit einer netten Dame darin. Die nette Dame kassiert die 5 Pfund-Note meines Freundes für den Eintritt, um mir dann aber auf meine 10 Pfund keine 5 Pfund mehr rausgeben zu können O_o. Gut, ich habe ein bisschen diskutiert, sie war der Meinung, sie könne nicht wechseln. Ich habe mir dann gedacht, dass ich das ja auch mit meinem Freund hätte ausmachen können, wenn wir das vorher gewusst hätten und habe dann mein Kleingeld zusammengekramt (mit dem meines Freundes) um passend zu bezahlen… Öhm ja, okaaaay…. Egal. Weiter mit der Besichtigung!

Man gelangt durch einen weiteren Gang ins Innere des Burggeländes. Ein große grüne Fläche, auf der verschiedene Gebäude verstreut sind, die wir dann die nächsten 1,5 Stunden erkundet haben. Überall spektakuläre Ausblicke tief hinunter auf die Klippen und das Meer. Dunkle Kerker, alte Küchenräume, die Räume der Herrschaften (ohne Dach), die Stallungen und vieles mehr. Leider fehlten mir irgendwie Informationen. In der Mittte des Exerzierplatzes befand sich ein Übersichtsplan, den wir gleich angsteuert haben. Außer, dass er mir den Weg zur nächsten Toilette gewiesen hat, war er allerdings nicht wirklich hilfreich.. An den einzelnen Gebäuden standen auch Namen, die man aber oft nicht recht zuordnen konnte. Also sind wir recht ziellos durch die Ruinen geschlendert (alle drei waren woanders unterwegs und nur manchmal aufeinander getroffen *gg*).

Im Kerker wurde es dann etwas peinlich. Tina und ich machten dort an einem ungesicherten Wanddurchbruch raus zum Meer eine kleine Portraitsession. Mein Freund war irgendwo im Gebäude über uns verschwunden. Auf einmal hörten wir gruselige Geräusche. Ein Stöhnen und schlurfen. HAHA! Sehr witzig! Bestimmt mein Freund! Also mitgespielt: „OOOH, wir haben ja sooolch eine Angst! Hüüülfe, ein Gespenst!“ Wir waren ziemlich laut und gut verständlich. Nach kurzer Zeit betrat jedoch nicht mein Freund den Kerker, sondern ein fremder Mann mit seiner Freundin, die uns doch etwas sparsam anschauten… OMG! Öhm. Das waren wir nicht! War was?? :-/ Meinen Freund haben wir dann zwei Stockwerke über uns gefunden. Der fand die Geschichte natürlich urkomisch!

Ganz am Ende unserer Besichtigung haben wir dann in einem kleinen Gebäude abseits doch noch einen Raum mit einigen Ausstellungsstücken und einem Modell der Burg aus früheren Zeiten gefunden. Solche Informationen habe ich immer sehr gerne und finde es sehr schade, wenn man sie so versteckt….. Trotzdem hat sich der Besuch und die 5 Pfund gelohnt! Alleine schon wegen der spektakulären Aussicht!!!

Auch auf dem Rückweg haben wir natürlich noch Bilder geschossen, aber insgesamt waren wird dann doch recht zügig wieder am Auto. Wir sind dann noch weiter in den Ort gelaufen. Ich wollte ja unbedingt noch dieses frittierte Mars probieren! Als wir den Fish’n’Chips-Laden dann gefunden hatten, war er leider geschlossen. Schade… Also zurück zum Auto, denn wir wollten ja noch weiter zur Lunan Bay! Die Bilder gibts aber im nächsten Post! In ein paar Tagen oder so… ;-)

Und hier sind die Bilder der restlichen Reise!

Tag 1 Aberdeen
Tag 1 Aberdeen Strand
Tag 2 Stonehaven und Dunnottar Castle
Tag 2 Lunan Bay
Tag 3 Slains Castle und Gardenstown
Tag 5 Rückflug

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19 Gedanken zu “Schottland Tag 2: Stonehaven und Donnottar Castle

  1. Deine Fotos sind auch toll. Vorallem das erste ist Hammer!
    Immer interessant zu sehen, wie jemand anderes gleiche Orte fotografiert. Zum Glück hatten wir bei unserem Besuch ein bisschen besseres Wetter inkl. einige Sonnenstrahle.

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  7. Ganz ganz wunderbare Bilder und Geschichten!
    Besonders toll finde ich deinen Schreibstil den du mit den tollen Fotos richtig gut und passend unterlegst. :)

  8. WOW! Was für grenzgeniale Bilder sind mir da in der letzten Zeit entgangen! Aber jetzt habe ich endlich wieder die Zeit und vor allem die Gelegenheit wieder bei dir vorbeizuschauen! Und wie immer es lohnt sich!!!!

    Ganz liebe Grüße
    Andrea

  9. Vielen Dank euch allen! Na dann besorgt euch mal alle Tickets! Fliegt aber nach Edinburgh, da gibt es wenigstens Billig-Tickets hin. Aberdeen ist da nicht für zu empfehlen ;-)

Kommentare? Aber immer gerne doch :)

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