Darf ich vorstellen: der Zitronenkojotenwelpe!

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… oder auch: „DIE HAARE!!!!

Wenn wir jedesmal, wenn wir den Ausruf gehört haben, 1 EUR genommen hätten, wäre der Führerschein schon bezahlt!

Aber von vorn! Der Kurze hat ja ordentlich auf sich warten lassen. Bei ET+10 sollte ich eingeleitet werden. Es war ein Montag und es sollte tolles Wetter sein. Am Sonntag hatte ich gaaaanz leichte Wehen gehabt und auch sonst hatte ich das Gefühl, dass sich doch ENDLICH mal etwas tut und der Kleinen nicht bis 30 in mir wohnen bleibt. Ich sollte um 7 Uhr (WTF! Was ist das für eine Uhrzeit für das letzte Mal Ausschlafen in meinem Leben??!) im Kreissaal erscheinen.

Ähm nein! Ich wollte ihm den Tag noch Zeit geben und wir wollten lieber noch schon spazieren gehen. Vielleicht tut sich ja was.

Hat sich aber nicht..

Also am Dienstag um 7 Uhr im Kreissaal erschienen… Tablette bekommen und mittags war ich bei 3,5 cm. Wow! Dachte ich, geht ja schnell. Und tat noch nichtmal besonders weh. Ehr so wie Menstruationsschmerzen im Sportunterricht.. Tja. und das wars für den Tag. Es tat sich nix mehr. Und auch den nächsten Tag mit Wehentropf und Serienfrühstück im Kreissaal mit WLAN und Jessica Jones: Nix. Nada. Niente. Nachdem jeder verfügbare Arzt Nachmittags an mir rumuntersucht hatte und ich schon Gesprächsthema auf einer internen Fortbildung war: wurde abgebrochen. Nicht dass ich abends noch mit Notkaiserschnitt ende, weil es nicht läuft.

Hmpf.. noch ne Nacht ohne Kind und ohne Mann und ohne Schlaf im Krankenhaus. Na gut.Spätnachmittags bin ich dann noch im Storchengang in einem Seitengang der Geburtstation durch die Gegend gestakt, während mein Mann Wache stehen musste, damit mich keiner in dieser affigen Pose sieht. Ihr müsst beim Storchengang immer abwechselnd die Beine über außen im WEEEEITEN Bogen noch vorne Führen und dann noch in die Knie gehen, wenn ihr landet! Holy Moly! DAS IST SPORT! Ich war völlig fertig! Durch das Gehampel sollte der Kleine in die richtige Position kommen.

Also ich dann um 21 Uhr ins Bett gehen wollte und gerade das Licht ausgemacht hatte – bekam ich Wehen! Eigene, ohne Medikamente!

Ich hab mich dann erstmal mit meiner Zimmernachbarin beraten, weil ich dachte, das ist eh wieder Fehlarlarm. Ich bin dann aber dochmal in den Kreissaal gestiefelt und sollte erstmal baden. Nach ein paar Minuten in der Badewanne merkte ich dann, dass sich der Kleine bewegte. Der war bis dato nämlich immer noch nicht richtig in Startposition und nicht ganz unten angelangt.Aufeinmal fing es dann an, nach unten zu drücken und ich klingelte nach der Hebamme. Wusste ja nicht, was das heißt. Ob das Kind gleich rausflutscht? Oder noch Stunden dauert? Kein Plan. Die Hebamme ließ aber erstmal 15 Minuten auf sich warten. In der Zeit hatte ich dann meinen Mann schon mal „voralarmiert“. Der hatte sich auch gerade hingelegt und das Handy nach einem letzten Kontrollblick weggelegt *lol*

Bei der anschließenden Untersuchung ist mir dann Fruchtwasser abgegangen und daraufhin meinte die Hebamme „Ok, jetzt können Sie Ihren Mann und Ihre Beleghebamme anrufen, das wird heute noch was!“.

Tja, und dann ging das ganze eigentlich ziemlich flott über die Bühne. Dank Lachgas brauchte ich keine PDA. Und ich kann jedem echt Lachgas empfehlen! Sehr lustig so ein gratis Alkoholrausch ohne anschließenden Kater! Man bekommt eine Atemmaske und kann selbst dosieren. Die Hebamme fragte „Schoko, Erdbeer oder Vanille?“. Ich so „WAT??? Willst du mich jetzt verarschen??“ Nein, die schmieren da Geschmack rein, damit man das Gummi nicht so schmeckt! Kurz alle durchprobiert und bis auf Erdbeer waren alle widerlich.

Und dann muss man eigentlich nur noch richtig Atmen und kann den Wehen dann die Schmerzspitzen nehmen. Also theoretisch. Ich hab das nie richtig hinbekommen, dass die volle Dröhnung auch zum Höhepunkt der Wehe da war. Aber die anschließende Entspannung war auch cool. Also man fühlt sich so richtig, richtig angenehm besoffen. Inclusive „uiuiui“ „woaaaah“ „meine Nase ist taub“, „ist das Kind schon da????“, Blödsinn labern, mit dem letzten Vollrausch vergleichen (Ouzo und anschließender Mümmelmann. KEINE GUTE IDEE!), Schluckauf.. Joah, wir hatten alle Spass. Am meisten die Hebamme und mein Mann ;)

Und um 2:39 war der kleine Mann dann da. 3540 g, 52cm und mehr Haare als der Papa! Der war also zwei Wochen vorher definitiv noch nicht so weit, dass er schlüpfen konnte!

Jetzt ist der kleine Welpe schon 9 Wochen alt und wir haben uns langsam eingelebt. Nach anfänglichen Koliken (mittlerweile gehts) und 2 osteopathischen Behandlungen, ist er jetzt ganz fluffig und hat sogar schon 4 Nächte in Folge mit einmal trinken geschlafen. Wohooo! Davor war nämlich 1-1,5 stündlich die Milchbar auf!

Und auch wenn alle so begeistert sind von den Haaren (inclusive uns ;): Es gibt Nachteile!

  1. die Haare sind immer! fettig. Außer 10 Minuten nach dem Baden
  2. Frisieren unmöglich. Es steht einfach immer irgendwie ab. Einfach wild losföhnen und lachen.
  3. Er hat keine Mützenfrisur. Nach der Mütze ist totales Chaos aufm Kopf!
  4. Er sieht viel zu alt aus. Mehr so wie ein 3jähriger.
  5. Man hat jeden Morgen angst, dass man ein glatzköpfiges Kind im Bettchen findet.
  6. Es kitzelt fürchterlich beim Schmusen.

Vorteile:

  1. Trump your Cat? Ha! Die Steigerung ist „Trump your Baby„! Einfach mit dem Fön die Matte in eine Richtung föhnen. Ungefähr so wie hier: http://trumpdonald.org/ Sehr unterhaltsam!
  2. Alle finden ihn super toll und erst „Die Haare!“
  3. Man sieht den Kopfgneis nicht so
  4. Er sieht älter aus, als er ist.
  5. Er ist einfach nur süß!
  6. Man kann wunderbar durchwuscheln.

So, und nun ein paar Bilder :)

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Irland Tag 3: Durch Connemara Richtung Westport und zurück nach Clifden

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Nach dem Touristentrubel auf Kylemore Abbey ging es wieder ruhiger und durch wilde Natur weiter. Die Route ging über den Killary Sound und über Delphi weiter nach Westport. Fjorde, plötzlich an der Straße auftauchende Seen und Wasserfälle, Schafe auf der Straße, man muss echt mit allem rechnen! In Westport haben wir dann zu Abend gegessen und sind durch ziemlich wilde und einsame Landschaften zurück Richtung Clifden gefahren. Wir müssen unbedingt zum Wandern wieder kommen! Nur Durchfahren reicht nicht!!!

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Unsere Route am Tag 3:

Connemara