Schönes einfaches Urlaubsleben!

Beste Lage

Lange schlafen, aus dem Fenster gucken, Wetter checken, frühstücken, einpacken, losfahren. Ankommen, umgucken, grillen, beim Besuch der Chipmunks und Eichhörnchen fast schmelzen vor Niedlichkeit, wandern, lesen, relaxen, essen. Nicht an zu Hause denken…

Wir haben gerade zuhause Burger gebrutzelt und ich musste an unsere Zeit in Kanada denken. War das entspannend! Wir waren zwar viel “on the Road” aber eigentlich auch wieder nicht. Wir sind knapp 2000 km durch Ontario gefahren. In zwei Wochen. Das reißen andere Urlauber sonst in einer Woche ab. Wir sind meist 2 Nächte auf einem Campingplatz geblieben. Ohne feste Planung waren wir extrem flexibel. Vorreservierung ist in Kanada im Herbst nicht mehr nötig. Außer vielleicht an den Wochenende während des s.g. “Peaks” (also dem Hochpunkt) des Indian Summer. Dann platzen die Campingplätze aus allen Nähten! Leider haben wir diese maximale Blattfärbung um ca. 1 Woche verpasst. Wir mussten leider etwas zu früh wieder abreisen. Aber in der letzten Woche im Algonquin Park konnten wir eine Ahnung dieser bombastischen Farbexplosion bekommen!

Durch die Nebensaison konnten wir uns unsere Stellplätze immer aussuchen. Man meldete sich an der Pforte an, bekam einen Plan, fuhr einmal den Park ab, suchte sich einen schönen freien Platz (bevorzugt am Wasser) raus und fuhr zurück um einzuchecken. Sehr simpel! Allerdings war die Kurverei auf den Plätzen nicht so einfach. Es waren einfache Waldwege und unser 24 Fuss-Wohnmobiltanzsaal kratze doch recht häufig an herunterhängenden Ästen. Aber im Vergleich zum durchschnittlichen kanadischen Trailer-Wohnwagen war unser Wägelchen ehr klein gehalten. Und wenn die da durchrangieren, können wir das ja erst recht! So!

Die eigentlichen Stellplätze waren meist riesig (da muss ja nen riesen Trailer mit zwei Eingangstüren reinpassen). Man konnte bequem drauffahren und das Wohnmobil wie gewünscht stellen. Perfekt!

Ich hab hier mal einen Haufen Bilder rausgesucht. Sie sind eigentlich zusammenhanglos und spiegeln einfach nur die Eindrücke unseres Trips wieder. Ich habe noch tausende an unbearbeiteten Bildern auf der Platte, aber ich habe momentan meist keinen Elan, viel zu bearbeiten.

Da kann man mal sehen, was ein einfacher Hamburger auslösen kann! :o)

Burgertimer!Unser ZuhauseOn the RoadAbend am SeePäuskenAuf zur Wanderung!Ich liebe dieses bunte Laub!Cyprus LakeAuf die Stellplätze passen 3 unserer Wohnmobile!AufwachenKleiner KameradSo putzig!Futter?AhornReady for Dinner!Cyprus Lakemorgens..Craigleith Provincial Parkkein Nachbar in SichtSilent LakeGrillen

Elora: Musclecars und Pferdekutschen

Elora

Bei schönsten Wetter ging es in das kleine Städtchen Elora, etwa 20 km von unserem Wohnort Guelph entfernt. Wir liefen ein wenig umher, gaben aber bald auf. Es war extrem heiß! *schwitz* Leider war nicht viel los. Es war Mittagszeit und viele Geschäfte hatten geschlossen. Natürlich konnten wir Elora nicht verlassen, ohne uns die dazugehörige Schlucht anzusehen. Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir auf einmal mitten auf einem “Kutschenparkplatz”. Die Gegend ist von sehr vielen Mennoniten bewohnt. Es war Sonntag, und wahrscheinlich war in dem Haus hinter den Kutschen eine Versammlung oder ein Gottesdienst. Man guckt ja dann doch erst mal dumm aus der Wäsche, wenn gerade noch einen Dodge Challenger bewundert hat und 20 Meter weiter ein Rudel Kutschen mit einigen Pferden steht Smiley. Da keine Mennoniten in der Nähe waren, bin ich einmal näher an die Kutschen heran und habe ein paar Bilder gemacht. Die Mennoniten selber mögen es nämlich gar nicht, fotografiert zu werden.

Anschließen haben wir uns noch die Schlucht angeguckt und auf dem Rückweg begegneten uns lauter junge Mennoniten, die gerade Grüppchenweise (Männer und Frauen getrennt) durch den Park spazierten, der an die Schlucht grenzt. Wahrscheinlich war gerade “Brautschau” zumindest kicherten die Mädchen und die Jungs tuschelten. Lustig anzusehen. War jedenfalls interessant anzusehen.

MennonitentreffenBuggyBuggy and HorsesPast and TodayDodgeHier wache ich!Free StuffEloraElora GorgeHistory life

Ein Besuch der Beelitzer Heilstätten oder wie dumm können Menschen sein?

SanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatoriumSanatorium

Wir wollten schon immer dorthin. Haben immer wieder Bilder gesehen. Auf dem Rückweg von Berlin konnten wir die Möglichkeit einer Führung endlich wahrnehmen. Leute, solange es noch geht, fahrt hin! Dieses Gelände ist ein Schatz!

Leider wahrscheinlich nicht mehr lange. Dank dummer, ignoranter und total bescheuerter Menschen, die dort zerstören, schwarze Messen feiern, einfach gedankenlos über das extrem gefährliche Gelände laufen, klauen, was nicht niet- und nagelfest ist und sich wegen Blödheit dort ins Jenseits befördern.

Das Gelände selbst ist mittlerweile abgesperrt und es patrouilliert ein Wachdienst, der jeden Morgen wieder die eingeschlagenen Fenster und aufgesprengten Türen verrammeln kann.

Mit einer genehmigten Führung – z.B. bei der Frau Krause, die das ausgesprochen wunderbar gemacht hat und auf uns bescheuerte Fotografen unendlich viel Rücksicht genommen hat – kann man momentan noch legal auf das Gelände. Wie lange noch? Das ist ungewiss. Nutzt die Chance!